Wissenschaftler veröffentlichen 70.000 Datensätze von OkCupid Nutzern

Das Thema Datensicherheit ist aktuell ja in voller Munde, schließlich wurden innerhalb der vergangenen Monate gleich mehrere Ficktreffs gehackt, die erbeuteten Daten landeten anschließend nicht selten frei zugänglich im Internet. Nun haben Wissenschaftler insgesamt 70.000 Datensätze von Nutzern der Plattform OkCupid ins Netz gestellt, allerdings nicht um der Plattform zu schaden, sondern um der Wissenschaft zu dienen. Was sich hinter dem Vorgang verbirgt und wie die Daten in die Hände der Wissenschaftler gelangt sind, könnt Ihr in den nachfolgenden Zeilen nachlesen.

70.000 Datensätze veröffentlicht

Wer Mitglied des Ficktreffs OkCupid ist, der könnte den Datensatz zu seinem Profil in den kommenden Tagen irgendwo frei zugänglich im Netz finden, alternativ natürlich auch die Datensätze von 69.999 anderen Nutzern, denn insgesamt 70.000 Datensätze wurden laut heise.de von Wissenchaftlern bzw. Studenten der Universität Aarhus im Netz veröffentlicht, wobei sich die Universität von dem Projekt distanziert hat, dieses geschah auf eigene Faust der beteiligten Studenten. Auch wurden die Nutzerdaten nicht mit den dazugehörigen Klarnamen oder Zahlungsdaten veröffentlicht, man wird durch diese also aller Voraussicht nach nicht identifiziert werden, ein ethischer Schaden dürfte aber dennoch entstehen. Die Studenen mussten übrigens noch nich mal die Datenbank des Ficktreffs hacken um an die Daten zu gelangen, Sie haben sich einfach ein Profil erstellt und mittels einem sogenannten Scraper in Seelenruhe die Datensätze automatisiert runtergeladen, viel technisches KnowHow war also nicht notwendig um an die Datensätze zu gelangen.

Daten sollen der Wissenschaft dienen

Die Studenten wurden natürlich sowohl von der Universität, als auch von diversen Medien zu den Gründen für Ihr Vorgehen befragt, schließlich gehört es nicht zum guten Ton sich fremde Daten anzueignen und diese dann auch noch frei zugänglich ins Internet zu stellen. Die Studenten haben Ihr Vorgehen damit begründet, die Daten für wissenschaftliche Auswertungen und Forschung zur Verfügung gestellt zu haben, schließlich kann man mit einem solch großen Datensatz sehr viel über den Menschen und sein Verhalten herausfinden. Veröfentlicht wurden die Daten übrigens auf der Plattform „Open Science Framework“, einem Portal auf welchem man kostenlos Daten zu wissenschaftlichen Zwecken downloaden kann. Von der Grundidee sicherlich eine sehr gute Sache, doch sollte man auch bedenken, dass auch nicht sonderlich seriöse Firmen und Organisationen Zugriff auf die Daten haben, so könnten diese zum Beispiel auch zu Werbezwecken missbraucht werden, was wohl auch nicht im Sinne der Wissenschaft ist. Wie denkt Ihr denn über die Bereitstellung der Daten? Ist es legitim Daten ohne Einverständnis der entsprechenden Nutzer zu wissenschaftlichen Zwecken zu veröffentlichen oder geht dies für Euch deutlich zu weit?

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